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  • Club à ciel ouvert d'Ibiza au coucher du soleil, foule au bord de la piscine
  • Ushuaïa Ibiza: die Geschichte des Open-Air-Clubs, der das Feiern bei Tag erfand

    Sunrise Ibiza


    Auf Ibiza galt jahrzehntelang als ausgemacht: Gefeiert wird, wenn die Sonne untergeht. Die Türen öffneten gegen Mitternacht, die DJs spielten bis zum Morgengrauen, und der Tag war zum Ausschlafen da. Bis 2011 ein Hotel an der Platja d'en Bossa das genaue Gegenteil versuchte – und am Ende die ganze Insel ihren Rhythmus umstellte.

    Ushuaïa ist eben nicht nur ein weiterer Club. Es ist der Ort, der bewiesen hat, dass man mehrere tausend Menschen um fünf Uhr nachmittags vor eine Bühne bekommt – in Badekleidung, mit warmem Sand unter den Füßen. Das ist seine Geschichte: vom Strand, über den niemand sprach, zum weltweiten Synonym für das Feiern bei Tag.

    Ushuaïa Ibiza auf einen Blick

    • Wo: Platja d'en Bossa, fünf Minuten vom Flughafen, zehn von Ibiza-Stadt.
    • Seit: 2011 in der Form, die wir heute kennen.
    • Kapazität: rund 7.000 Menschen vor der Bühne.
    • Öffnungszeiten: nachmittags bis Mitternacht – und genau darin liegt die Besonderheit.
    • Eigentümer: Palladium Hotel Group, die Hotelgruppe der Familie Matutes.
    • Der Name: entlehnt von Ushuaia in Argentinien, der südlichsten Stadt der Welt, auch „Ende der Welt“ genannt.

    Vor Ushuaïa: der Strand, über den niemand sprach

    Heute kaum vorstellbar, aber die Platja d'en Bossa war nicht immer die begehrteste Adresse der Insel. In den 2000er-Jahren lebte dieser lange Sandstreifen südlich von Ibiza-Stadt vor allem vom Pauschaltourismus und von Hotelclubs ohne großes Profil. Die legendären Nächte fanden anderswo statt: im Hinterland des Nordens, an der Straße nach San Rafael oder in den Hallen rund um Sant Antoni.

    Und doch begann ausgerechnet hier gegen Ende des Jahrzehnts ein Hotel der Fiesta-Gruppe damit, Partys unter freiem Himmel zu veranstalten. Noch reichlich improvisiert: ein paar Plattenspieler, ein Pool, ein Publikum aus Urlaubern. Aber die Kulisse stand – und ein Mann erkannte darin ein Potenzial, das sonst niemand gesehen hatte.

    2011: die Begegnung, die alles veränderte

    Dieser Mann heißt Yann Pissenem, ein französischer Eventproduzent, der auf der Insel lebt. Seine Überzeugung: Eine neue Generation von Clubbern will nicht mehr bis drei Uhr morgens warten, um etwas Großes zu erleben. Sie will Sound, Tageslicht, Spektakel – und nachts trotzdem schlafen können.

    2011 trifft er Abel Matutes Juan, den Kopf der Hotelgruppe, der das Gelände gehört und die später zur Palladium Hotel Group wird. Die beiden Familien schließen sich zusammen, das Hotel wird von Grund auf neu gedacht – mit Romain Pissenem in der künstlerischen Leitung und Abel Matutes Prats auf Konzernseite –, und das Ushuaïa Ibiza Beach Hotel entsteht in seiner heutigen Form: ein Hotel, dessen Pool zugleich Festivalgraben ist.

    Ein echtes Wagnis. Damals glaubte niemand ernsthaft, dass ein internationaler DJ am frühen Nachmittag vor einem Publikum in Flip-Flops auflegen würde. Diese Frage war schnell beantwortet.

    Die verrückte Wette: feiern, bevor die Sonne untergeht

    Eine Bühne, keine Tanzfläche

    Der Bruch beginnt bei der Architektur. Ushuaïa hat keine Decke, keine schwarzen Wände, keine dunklen Ecken. Stattdessen: eine große Bühne, ein zentraler Pool, Liegen wie Tribunenränge und ringsum die Hotelzimmer mit direktem Blick auf die Show. Das Format ähnelt eher einem Festival als einem Club: Großbildschirme, Pyrotechnik, Konfetti, Performer.

    Unerwartete Folge: Das Licht wird selbst zum Inszenierungsmittel. Was Nachtclubs mit Lasern erreichen, schafft Ushuaïa mit tief stehender Sonne über dem Meer. Es ist derselbe Zauber wie an den schönsten Sunset-Spots Ibizas – nur mit 7.000 Menschen, die gleichzeitig mitsingen.

    Mitternacht, keine Minute länger

    Weil es sich um einen Ort unter freiem Himmel handelt, gelten für Ushuaïa strenge Lärmschutzregeln: Um Mitternacht ist Schluss mit der Musik. Weit davon entfernt, ein Nachteil zu sein, hat diese Vorgabe die gesamte Ökonomie der Ibiza-Nacht neu geordnet. Um zwölf strömen Tausende aus dem Ushuaïa – und gehen über die Straße, um woanders weiterzumachen. Ein Abend, der um 17 Uhr beginnt und in einem Nachbarclub bis zum Morgen läuft: Dieses Modell ist genau hier entstanden.

    Genau das unterscheidet Ushuaïa auch radikal von einem Tempel der Nacht wie dem Amnesia, dessen ganze Identität in Dunkelheit und Schweiß entstanden ist. Die beiden konkurrieren nicht – sie ergänzen sich.

    Die Residencies, die zur Legende wurden

    Ein Konzept allein reicht nicht; es braucht Namen. Ushuaïa hatte sie schnell beisammen. Ab 2012 richtet David Guetta dort seine wöchentliche Residency ein, bald gefolgt von Avicii, der in den Sommern 2012 und 2013 jede Woche spielt – Saisons, die längst Kultstatus haben, mitten auf dem Höhepunkt der weltweiten Electro-House-Welle.

    In den Jahren darauf gibt sich fast die gesamte Spitze der elektronischen Musik die Klinke in die Hand, und die Bühne des Ushuaïa wird zur nahezu unvermeidlichen Station für alle, die auf Ibiza etwas gelten wollen. Die Bilder, die dort entstehen – der Pool, die Menge, der orangefarbene Himmel – haben für das heutige Image der Insel mehr getan als jede Tourismuskampagne.

    2013: der Tower und der Sprung in eine neue Größenordnung

    2013 wird das benachbarte Hotel derselben Gruppe ebenfalls umgebaut und in The Ushuaïa Tower umbenannt. Eigener Pool, Rooftop, Suiten mit Blick direkt auf die Bühne: Aus dem Club wird eine komplette Destination, in der man schlafen, essen und feiern kann, ohne das Gelände je zu verlassen.

    Dieser Sprung hat die Platja d'en Bossa dauerhaft verändert – heute eines der lebendigsten Viertel der Insel. Und diese sonnengetränkte Ästhetik ist längst über den Club hinausgewachsen und prägt die ganze Insel, wie unser Guide zum Ibiza-Sonnenbrillenstil zeigt.

    Heute ins Ushuaïa: die Gebrauchsanweisung

    Wer noch nie dort war, erspart sich mit ein paar Regeln viel Ärger.

    1. Früh buchen – wirklich früh

    Tickets für die großen Nächte sind Wochen im Voraus weg, und die Preise steigen, je näher der Termin rückt. Kaufen Sie ausschließlich über den offiziellen Ticketshop; wilder Weiterverkauf ist in der Hochsaison an der Tagesordnung.

    2. Früh da sein

    Die Türen öffnen am frühen Nachmittag, Schluss ist um Mitternacht. Wer um 22 Uhr auftaucht, zahlt den vollen Preis für zwei Stunden Musik. Am schönsten ist das Fenster zwischen 17 und 21 Uhr, wenn das Licht golden wird.

    3. Kleidung für pralle Sonne

    Sie sind einen Großteil des Tages draußen, auf Sand und hellem Beton. Leichte Kleidung, Sonnencreme, Wasser – und eine richtige Sonnenbrille, kein Notkauf vom Strandstand.

    4. Die Augen ernst nehmen

    Die kombinierte Reflexion von Meer, Sand und hellen Oberflächen gehört zum Aggressivsten überhaupt. Prüfen Sie, ob Ihre Brille tatsächlich die Kennzeichnung UV400 trägt: Nur dieser Wert garantiert eine vollständige Filterung der UV-Strahlung. Eine helle oder transparente Fassung heißt sich in der Sonne zudem weniger auf als eine dunkle – angenehm bei einem langen Tag draußen.

    5. Den Rückweg planen

    Um Mitternacht gehen alle gleichzeitig. Klären Sie die Rückfahrt vorher – Taxis sind im Nu weg – oder ziehen Sie in einen Club in der Nähe weiter, wenn Sie noch Körner haben.

    Ushuaïa, das Modell

    Bei Sunrise Ibiza trägt jedes Modell den Namen eines Ortes der Insel. Die USHUAÏA greift die Gründungsidee des Clubs auf: Transparenz und Licht statt Dunkelheit. Transluzente Fassung, grau getonte Gläser für eine originalgetreue Farbwiedergabe selbst in der Mittagssonne – genau das Richtige, wenn der Tag um 15 Uhr beginnt und mit dem Sonnenuntergang endet.

    In derselben Familie setzt die GOLDEN HOUR auf das warme Licht des späten Nachmittags, während die AFTERGLOW jenen eigenartigen Moment kurz nach dem Sunset einfängt, in dem die Nacht gerade erst losgeht. Die gesamte ICON Kollektion ist um jene Orte herum gebaut, die den Ruf der Insel begründet haben – und wenn Sie bei der Tönung schwanken, hilft unser Guide zu farbigen Gläsern weiter.

    Häufige Fragen

    Ist Ushuaïa Ibiza ein Hotel oder ein Club?

    Beides. Es ist ein Hotel an der Platja d'en Bossa, dessen Pool und Gärten eine Konzertbühne unter freiem Himmel bilden. Man kann dort übernachten oder einfach mit Ticket für einen Abend kommen.

    Wann schließt das Ushuaïa?

    Die Musik endet um Mitternacht, wegen der Lärmschutzvorschriften für Open-Air-Locations. Genau deshalb beginnen die Partys am frühen Nachmittag.

    Wann hat Ushuaïa Ibiza eröffnet?

    Das heutige Konzept entstand 2011 aus der Partnerschaft zwischen dem Produzenten Yann Pissenem und der Hotelgruppe der Familie Matutes, heute Palladium Hotel Group. Der benachbarte Ushuaïa Tower folgte 2013.

    Gibt es einen Dresscode?

    Nichts Formelles: Strandkleidung oder ein leichter Abend-Look sind beide in Ordnung. Da die Location komplett draußen liegt, sind Sonnenbrille und Sonnenschutz am Nachmittag allerdings wirklich unverzichtbar.

    Muss man im Voraus buchen?

    Ja. Die gefragtesten Nächte sind Wochen vorher ausverkauft, und die Preise steigen mit Nähe zum Termin. Gehen Sie immer über den offiziellen Ticketshop.